Papa schenkte seiner Tochter einen Hund, aber der lief weg, als das Mädchen nicht mehr da war.

Hermann leitet seit fünf Jahren seinen eigenen Pfandleihladen.

Nur wenige wissen, warum er ihn „Almaz“ genannt hat.

Viele denken, es liegt daran, dass dort Gold angenommen und verkauft wird.

Nur seine Nahestehenden wissen, dass so sein Hund hieß.

In der Familie dieses guten Mannes gab es einst eine Tochter.

Mascha – seine einzige Prinzessin, die er genauso liebte wie seine Frau Wera.

Mit sechs Jahren wurde bekannt, dass Mascha eine unheilbare Krankheit hatte.

Die Eltern erfuhren das ganz zufällig.

An dem Tag war Mascha bei einer Nachhilfelehrerin, und als die Mutter sie abholte, sagte Irina Anatoljewna, dass sie nach den Stunden bemerkte, dass das Mädchen Kopfschmerzen hatte.

Sie riet den Eltern, Untersuchungen machen zu lassen.

Durch diesen Zufall wurde die Krankheit entdeckt, doch kein Arzt konnte dem Mädchen helfen.

Maschas Gesundheit verschlechterte sich schnell.

Hermann verkaufte alles, was er konnte, fuhr mit der Tochter durch europäische Kliniken, doch es gab keine Hilfe.

Eines Tages lag Mascha schwach in ihrem Zimmer, neben ihr weinte ihre Mutter.

Das Mädchen bat den Vater, ihr den Hund zu kaufen, von dem sie immer geträumt hatte.

Am nächsten Tag brachte der Vater einen weißen Welpen mit, der unzertrennlich mit Mascha wurde.

Der Hund war bis zum Tod seiner kleinen Besitzerin an ihrer Seite.

Mascha schaffte es, ihren Ring, den ihr die Mutter geschenkt hatte, am Halsband des Hundes zu befestigen.

Sie sagte, dass Almaz etwas haben solle, das sie an sie erinnert.

Nach Maschas Tod verschwand der Hund.

Hermann investierte viel Kraft und Zeit, um ihn zu finden, aber es war vergeblich.

Eines Tages saß Hermann in seinem Büro, als er im Pfandleihladen ein kleines Mädchen weinen hörte, das niemand beruhigen konnte.

„Hermann Pawlowitsch, wir brauchen Ihre Hilfe, ohne Sie schaffen wir das nicht.“

„Was ist passiert?“

„Da ist ein Mädchen gekommen, sie weint und redet von einem Hund.“

Als der Mann in den Raum trat, sah er ein Mädchen, das ihn an seine Tochter erinnerte.

Wie sich herausstellte, hieß das kleine Mädchen ebenfalls Mascha.

„Was ist passiert?“

„Die Jungs haben meinen Hund vergiftet, meinen Freund.

Wenn wir ihn nicht zum Tierarzt bringen, wird er sterben.

Ich habe kein Geld, aber ich habe einen Ring.“

In diesem Moment holte sie den Ring hervor, den Hermanns Tochter Almaz geschenkt hatte.

„Wo hast du den her?“

„Persik hatte ihn am Hals, als er zu mir kam.

Ein Jahr sind wir unzertrennlich.“

Hermann nahm das Mädchen bei der Hand und sie fuhren zum Hund.

Es stellte sich heraus, dass sie in einem verlassenen Haus lebten, es war kalt und sehr schmutzig.

In einer Ecke lag er, Almaz, und atmete kaum noch.

Auf dem Weg zur Tierklinik rief Hermann seine Frau an, erzählte ihr kurz die Geschichte, und Wera kam sofort zu ihnen.

Mit Almaz war alles in Ordnung, er bekam rechtzeitig Hilfe.

Mascha kam oft zu Besuch bei Wera und Hermann, sie kauften ihr neue saubere Kleidung und fütterten sie immer gut.

Eines Tages kam sie nicht, und das Ehepaar hatte das Gefühl, dass mit dem Mädchen etwas passiert war.

Almaz führte sie zu dem Haus, in dem Mascha mit ihrer Tante lebte, von der sie oft weglief.

Als sie die Wohnung betraten, sahen sie die Tante betrunken und das Mädchen geschlagen.

Hermann und Wera riefen Polizei und Sozialdienst.

Mascha wurde geholfen und bald lebte sie warm, umsorgt, geliebt bei Papa Hermann, Mama Wera und dem treuen Freund Almaz-Persik.