Über lange Zeit weigerte sich das Mädchen, preiszugeben, wer der Vater ihres Kindes war. Doch eines Tages…

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Vera brachte ihre Tochter Anya zur Welt, noch bevor sie die Oberschule abgeschlossen hatte.

Für ihre Eltern war das ein harter Schlag, denn Anya war eine fleißige Schülerin und ein vorbildliches Kind.

Es war zudem belastend, dass Vera nicht verriet, wer der Vater ihres Babys war.

Besonders schwer traf es die Mutter, die die Veränderungen im Verhalten ihres Kindes nicht bemerkte und es nicht schützen konnte.

Vera war von Natur aus rundlich gebaut.

Als die Schwangerschaft ans Licht kam, war es bereits zu spät, um noch etwas zu ändern.

Konnte ihre Tochter wirklich einen solchen Schritt wagen?

Es schien, als würde es sie nicht sonderlich kümmern.

Ende August kam das Baby zur Welt – ein kleines, bezauberndes Mädchen mit strahlend blauen Augen.

Die Großmutter nahm Mutterschaftsurlaub, um sich um ihre Enkelin zu kümmern.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Vera die Oberschule mit Auszeichnung abgeschlossen und ihre Prüfungen mit hervorragenden Ergebnissen bestanden.

Sie schrieb sich an der Universität ein.

Vor ihr lagen fünf Jahre Studium und gleichzeitig, wenn möglich, die Betreuung von Anya.

Die Hauptverantwortung lag tatsächlich auf den Schultern der Mutter – sich um ihre Tochter und die kleine Enkelin zu kümmern.

Das Mädchen war fleißig und gewissenhaft.

Nach ihrem zweiten Studienjahr begann sie parallel zu arbeiten, was die finanzielle Lage der Familie erleichterte.

Zudem flossen jeden Monat kleine Summen für Lebensmittel und Kleidung auf ihr Konto, um das Kind zu versorgen.

Wer der geheimnisvolle Unterstützer war, verriet das Mädchen jedoch nicht.

So wuchs das Kind in Wohlstand auf, unter der liebevollen Aufsicht seiner Großmutter.

Vera bereitete sich derweil auf die Prüfungen vor und arbeitete gleichzeitig in Vollzeit.

Schließlich hielt sie ihr Diplom in Händen.

Eines Tages betrat unerwartet Veras ehemaliger Klassenkamerad und Freund Sergej das Haus.

Die Mutter ahnte sofort, dass er der Vater des Kindes sein musste.

Alle Zweifel verschwanden, als sie seine Augen sah – dasselbe Kornblumenblau wie bei Anya – und auch das hellbraune Haar stimmte überein.

War es wirklich nötig gewesen, seine Vaterschaft geheim zu halten?

Nun gestand die Tochter, dass Sergej tatsächlich der Vater war.

Die ganze Zeit über hatte er sie unterstützt und Geld auf ihr Konto überwiesen.

Beide vertrauten auf ihre Gefühle füreinander.

Vera hatte den Namen des Mannes zunächst geheim gehalten, da er nach dem Schulabschluss versuchte, an einer Militärakademie aufgenommen zu werden.

Ein Kind hätte ihre Chancen bei der Aufnahme gefährden können.

Jetzt aber halten beide ihr Diplom in Händen und planen, ihre Beziehung offiziell zu machen, um gemeinsam als Familie zu leben.

Sie beschlossen, nicht zu heiraten, sondern ihre Tochter auf Reisen durch verschiedene europäische Länder mitzunehmen und in Italien Urlaub zu machen.

Sie dachten auch an Veras Großmutter und Mutter, die sie ebenfalls begleiten sollten – schließlich hatten sie so einen Urlaub verdient.

Wenn Sergej möchte, kann er sogar zu ihnen ziehen.

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