Die legendären Delaney-Zwillinge hören nie auf zu erstaunen, wenn es um ihren Überlebenswillen geht.
Heather und Riley Delaney aus North Carolina hätten vor dem katastrophalen Jahr 2016 wenig über die Definition des Begriffs „Craniopagus“ nachgedacht.

Die jungen Eltern mussten den Kauf schöner Babykleidung für ihre beiden Töchter aufgeben, um zu Kliniken zu reisen, wo sie Behandlung suchen und auf Überleben hoffen konnten.
Ihre ersten beiden Kinder, Erin und Abby, wurden als Craniopagus geboren, also mit ihren Köpfen zusammengewachsen.
Obwohl die Trennung siamesischer Zwillinge nicht ohne Risiken ist, gelingt sie in der Regel recht erfolgreich.

Die verschmolzenen Schädellöcher der Delaney-Babys hingegen verhinderten, dass sich die Gehirne der Mädchen im Mutterleib normal entwickelten.
Beide Töchter wurden 10 Wochen zu früh per Kaiserschnitt geboren.

Eltern sind gezwungen, zwischen der begrenzten Zeit, die sie mit ihren Säuglingen verbringen, und einer potenziell tödlichen Trennung durch Operation zu wählen.
Delaney versuchte sein Glück beim Glücksspiel, und Erin und Abby ließen sich scheiden, als ihr Sohn 11 Monate alt war.

Die Ärzte hatten vorhergesagt, dass eines der Mädchen nicht überleben würde.
Die Arbeit, Knochen und Gehirne zu entwirren, bleibt ein kosmisches Unterfangen, aber es ist nicht unmöglich, es abzuschließen.

Laut Neurochirurgen kann bereits eine Abweichung um einen Millimeter nach rechts oder links ein Kind dauerhaft behindern.
Wie von den Ärzten vorhergesagt, litt eines der Babys mehr als das andere.

Das Leben und der Tod von Abby standen auf dem Spiel.
Die Ärzte konnten sie retten und die Mädchen aus ihren induzierten Komas holen, aber es dauerte eine ganze Woche, bis sie sich erholten.
Abby erwachte kurz nach Erin aus dem Koma.
Erin und Abby sind in den fünf Jahren seit ihrer Trennung gereift, aber sie kämpfen weiterhin mit ihren Körpern.



