Sie war fast verheiratet, aber sie hörte rechtzeitig das Gespräch ihres Verlobten mit seiner Mutter. Und das öffnete ihr die Augen.

Es war der letzte Tag des Sommers, als Milana entschied, dass sie zur Rennbahn fahren wollte, sie wollte unbedingt auf Pferden reiten.

Doch der Navigationsgerät im Auto führte sie immer wieder in die falsche Richtung.

Zum Glück tauchte ein junger Mann auf der Straße auf, er fuhr mit dem Fahrrad irgendwohin.

Das Mädchen eilte zu ihm, um nach dem Weg zu fragen.

— Entschuldigen Sie, könnten Sie mir bitte helfen? Ich finde den Weg zur Rennbahn nicht.

— Und du wirst ihn nicht finden. Seit drei Jahren gibt es sie dort nicht mehr, sie wurde an einen anderen Ort verlegt.

Übrigens, der Name wurde auch geändert. Wenn du möchtest, kann ich dich dorthin führen. Ich heiße Jura.

— Danke, ich heiße Milana. Aber ich möchte gleich sagen, dass ich einen Verlobten habe, du solltest keine Annäherungsversuche bei mir starten.

Es schien, als würde Jura diese Nachricht gar nicht stören, er erfuhr, wo Milana wohnte, brachte sie bis vor die Tür und brachte ihr Blumen.

Das Mädchen bat ihn, dies nicht mehr zu tun.

Eines Tages, nach der Arbeit, eilte Milana nach Hause, als sie Jura vor ihrem Haus sah, er sprach mit ihrer Mutter.

Die Frau strahlte vor Glück, in ihren Händen hielt sie eine große Torte und Blumen und redete mit dem jungen Mann. Als Milana näher kam, hörte sie zufällig ein Gespräch.

— Ja, meine Tochter ist sehr hübsch, viele laufen ihr nach, aber ich werde ein gutes Wort für dich einlegen und dir Geschenke übergeben.

— Danke! Ich komme morgen wieder zu euch, nach der Arbeit.

Milana konnte sich nicht zurückhalten, sie fragte ihre Mutter, was sie getan hatte.

— Warum? Du weißt doch, dass ich Maxim habe, und du machst diesem Jungen Hoffnungen.

— Du wirst mir noch dankbar sein. Jung wird er nicht ewig bleiben, aber dieser Junge wird ein tüchtiger Mann. Du wirst mein Wort noch hören.

Das Mädchen drehte sich um und lief zum Stadion, wo Maxim Fußball spielte. Als Milana zu ihm kam, sah sie, wie ihr Freund einer Blondine den Rücken streichelte.

— Liebes, du musst dir keine Sorgen machen. Meine Hochzeit wird unsere Beziehung nicht verändern.

— Ich habe eine Brünette neben dir gesehen. Wer ist sie? Deine Verlobte?

— Mach dir keine Sorgen, bitte. Zwischen uns bleibt alles wie vorher. Du weißt doch, dass deine Eltern mich niemals als Verlobten akzeptieren werden. Wir haben keine Wahl.

Nach diesen Worten küsste Maxim die Blondine, und Milana rannte weg. Sie konnte nicht glauben, was sie gehört und gesehen hatte.

Völlig aufgebracht sagte sie ihrer Mutter, dass sie bereit sei, Jura zu heiraten.

Die war so froh, dass sie sofort mit den Vorbereitungen für die Hochzeit begann.

Sie glaubte Maxim nicht, als er sich damit entschuldigte, dass er mit der Frau die Theaterprobe gemacht habe.

Völlig von ihren Gefühlen überwältigt, entschloss sich Milana, sich an ihrem Ex zu rächen.

Sie bestellte das teuerste Hochzeitskleid, wählte ein teures Restaurant und eine prächtige Zeremonie.

Ihre Eltern investierten viel Geld in das Event, aber im letzten Moment sagte Milana alles ab.

Der Grund war das, was sie hörte. Und zwar das Gespräch von Jura mit seiner Mutter.

— Vergiss Igor, er kann kein Freund für dich sein.

— Aber Mama, außer ihm habe ich niemanden.

— Er wird dir nichts Gutes beibringen.

— Gut, ich stimme zu.

— Und noch etwas, schau dir diesen Film nicht mehr an. Er ist langweilig und uninteressant.

Milana hörte nicht weiter zu. In diesem Moment wusste sie genau, dass Jura ein Mama-Söhnchen war und sie nicht mit ihm leben konnte.

Sie packte ihre Sachen und zog in eine eigene Wohnung. Einige Tage später traf sie Maxim, der die ganze Zeit über sie beobachtet hatte und immer wieder kam, um sich zu entschuldigen.

Diesmal kam er mit Veronika und dem Leiter des Theaterclubs, um zu beweisen, dass er wirklich mit ihr geübt hatte.

Ein paar Tage später heirateten Maxim und Milana. Die Hochzeit war bescheiden und ohne Gäste.